Druckzwiebel
In der Bodenmechanik ist die Druckzwiebel eine bestimmte Form der Druckverteilung, die sich unter einer äußeren Auflast einstellt. Von Bedeutung ist die Druckzwiebel in der Bau-, Land- und Forstwirtschaft.
„Im Baugrund, der nicht vollelastisch isotrop ist (der Boden folgt nur näherungsweise dem Hookeschen Gesetz), erhalten Isobaren eine mehr oder weniger gestreckte Form; es bildet sich die sog. Druckzwiebel.“
– Konrad Simmer in Grundbau 1
Berechnungen der Druckzwiebel sind nie exakt, da der Konzentrationsfaktor von Baugrund nur geschätzt wird und nicht genau bestimmbar ist. Die Abweichungen betragen üblicherweise ca. 30 %, da ein Konzentrationsfaktor von 3–4 angenommen werden kann. Üblicherweise wird der Wert 3 angenommen.
- ↑ Konrad Simmer: Grundbau 1 – Bodenmechanik und erdstatische Berechnungen. 19. Auflage. B. G. Teubner, Stuttgart 1994, ISBN 3-519-45231-6, S. 170.
- ↑ Otto Karl Fröhlich: Druckverteilung im Baugrunde. Springer Verlag, Wien 1934.