Dryopithecinenmuster

Als Dryopithecinenmuster oder Dryopithecus-Muster bezeichnet man das für Dryopithecus typische Zahnkronenmuster der hinteren Backenzähne. Diese weisen beim Dryopithecus fünf Höcker („Tubercula“) auf, die sich auch bei den von ihm – oder seinen nahen Verwandten – abstammenden frühen Menschenartigen (Hominoidea) finden. Da „Tieraffen“ (d. h. die übrigen Trockennasenprimaten) nur vier Höcker aufweisen, ist das Dryopithecinenmuster ein wichtiges Hilfsmittel zur Einordnung fossiler Zahn- und Kieferfunde.

Bei der Gattung Homo sind es hingegen sechs oder sieben Höcker, so dass diese Arten von den älteren Australopithecinen (fünf Höcker) unterschieden werden können.

  1. Volker Storch, Ulrich Welsch, Michael Wink: Evolutionsbiologie. Springer, 2001, S. 442, ISBN 978-3540418801
  2. Friedemann Schrenk in: Spektrum der Wissenschaft, Nr. 9/2010, S. 69