Durchschlagspannung
Die Durchschlagspannung, auch Durchschlagsspannung, Überschlagspannung oder Überschlagsspannung genannt, bezeichnet in der Elektrotechnik die Spannung, welche überschritten werden muss, damit ein Spannungsdurchschlag durch ein Material bzw. einen Stoff (z. B. einen Isolator) erfolgt.
Sie ist die charakterisierende Kenngröße von Funkenstrecken und gasgefüllten Überspannungsableitern. Während diese die Überschreitung der Durchschlagspannung kurzzeitig überstehen müssen, können Kondensatoren, Isolationen und Isolatoren bei Überschreitung der Durchschlagspannung auch dann Schaden nehmen, wenn der Spannungsdurchschlag nicht sofort zum Kurzschluss führt.
Isolationsmaterialien (fest, flüssig oder gasförmig) werden durch die Durchschlagfestigkeit (Durchschlagspannung pro Isolatordicke, meist in kV/mm) charakterisiert.
In Halbleitern wird die Durchschlagspannung als Durchbruchspannung oder Sperrspannung bezeichnet. Sie führt hier nicht zwingend zu Zerstörungen (siehe auch Zener-Effekt, Lawinen-Durchbruch).
- ↑ Durchschlag - Lexikon der Physik. In: www.spektrum.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
- ↑ Isolationsmessungen. Abgerufen am 22. Juni 2016.
- ↑ Engelbert Arnold, Jens Lassen La Cour: Theorie der Wechselströme. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-40353-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 22. Juni 2016]).
- ↑ Wiener Netze | Begriffserklärungen Isolieröle | Prüfanstalt für Isolieröle | Dienstleistungen. In: www.wienernetze.at. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2016; abgerufen am 22. Juni 2016.