Dysphagie

Klassifikation nach ICD-10
R13 Dysphagie
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
MD93 Dysphagie
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Eine Dysphagie oder Schluckstörung ist eine bei bestimmten Erkrankungen auftretende Veränderung des Schluckaktes. Der komplexe Schluckvorgang, der bei gesunden Menschen pro Tag mehr als 500 Mal fehlerfrei abläuft, ist dabei beeinträchtigt. Nahrung, Flüssigkeiten und Sekret können nicht mehr sicher von der Mundhöhle in den Magen transportiert werden.

Beim Schlucken spielen willentliche, automatische und reflektorische Vorgänge eine Rolle. Zu den häufigsten Ursachen einer Dysphagie gehören neurologische Erkrankungen, wie der Schlaganfall oder Morbus Parkinson, Langzeitbeatmungen bzw. Critical-Illness-Polyneuropathie und strukturelle Erkrankungen im Bereich der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes und der Speiseröhre (z. B. bei Kopf-Hals-Tumoren.)

Da Schluckstörungen erhebliche Beeinträchtigungen des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens nach sich ziehen, bedürfen sie immer einer Abklärung.

  1. Susanne Weber, Tobias Braun, Mario Prosiegel: Dysphagie: Diagnostik und Therapie von Dysphagien bei Erwachsenen (= Praxiswissen Logopädie). Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2024, ISBN 978-3-662-66429-2, doi:10.1007/978-3-662-66430-8.
  2. Gudrun Bartolome, Heidrun Schröter-Morasch (Hrsg.): Schluckstörungen: interdisziplinäre Diagnostik und Rehabilitation (= German Medical Collection. Nr. 79). 6. Auflage. Elsevier, München 2018, ISBN 978-3-437-44417-3.
  3. Dysphagie und Odynophygie. In: Urban & Schwarzenberg (Hrsg.): Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Schwarzenberg 2003.