Eddisch

Der Begriff des Eddischen konkretisiert sich an den im Codex Regius zusammengestellten Liedern.

Was unter dem genrebildenden Attribut eddisch verstanden werden kann, scheint inzwischen einigermaßen sicher zu sein: Lieder, die von vorchristlichen germanischen Göttern und Helden erzählen.

Die Spruchstrophen der Lieder-Edda, z. B. die Hávamál, sind nur deshalb eddisch, weil sie auf der Fiktion beruhen, dass sie auf den höchsten der Asen, auf Óðinn selbst, zurückgehen.

Eddische Dichtungen verwenden in ihren Strophen nur zwei bzw. vier Arten von Versen:

Jedoch ist nicht jede Strophe, die diese Versmaße verwendet, zugleich eddisch; so wird das Fornyrðislag auch vom skaldischen Stil verwendet.