Eingeweideknochen

In der Tiermedizin sind Eingeweideknochen oder Vizeralknochen (Ossa visceralia) knöcherne Bildungen, die keine Beziehung zum Skelett besitzen, sondern in den Eingeweiden (Viscera) bzw. im Weichteilgewebe auftreten. Sie treten nur vereinzelt bei bestimmten Tiergruppen auf. Beispiele sind der Penisknochen bzw. ein Klitorisknochen vieler Säugetiere sowie der Herzknochen des Rindes. Ihre Gesamtheit ist das Viszeralskelett.

  1. John-Albrecht Keiler: Bergung und Präparation pleistozäner Wirbeltierreste unter Berücksichtigung des Fossilmaterials der Komplexfundstelle Untermaßfeld/Südthüringen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 978-3-8062-1191-7, S. 6.