Einhard-Preis

Der Einhard-Preis für biographische Literatur wird seit 1999 von der Einhard-Stiftung zu Seligenstadt, einer 1998 gegründeten Bürgerstiftung, verliehen.

Mit dem Preis wird eine herausragende Biographie einer Persönlichkeit ausgezeichnet, deren wissenschaftliches, religiöses, politisches, künstlerisches oder wirtschaftliches Lebenswerk in einer engen Beziehung zu Europa steht. Dabei ist Europa keineswegs nur politisch zu verstehen, etwa im Sinne der Europäischen Union, sondern vor allem geschichtlich und ideengeschichtlich. Während die in der Biographie vorgestellte Person in ihrem Wirken einen Europabezug aufweisen muss, kann der mit dem Preis ausgezeichnete Autor auch in einem außereuropäischen Land leben.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird in mehrjährigen, tunlichst zweijährigen Abständen verliehen. Der Preis ist als Anerkennungs- und nicht als Förderpreis konzipiert. Die Auswahl der Preisträger und der zu würdigenden Biographie obliegt dem Kuratorium der Stiftung. Drei der Mitglieder des Kuratoriums sind sachkundige Persönlichkeiten von nationalem Rang, zwei weitere gehören ihm als Vertreter der Stiftung an.

Der Preis wurde bisher zwölfmal vergeben, erstmals 1999. Die Verleihung findet in zeitlicher Nähe zu Einhards Todestag, dem 14. März, in Seligenstadt statt.