Einkaufsstraße
Eine Einkaufsstraße, auch Einkaufsmeile, Shopping-Meile, ist eine Straße in einer Innenstadt mit zahlreichen Geschäften, die eine hohe Frequentierung an Passanten und damit potentiellen Kunden aufweist. Oft handelt es sich dabei um Fußgängerzonen oder um Straßen ohne motorisierten Individualverkehr. Viele Händler schließen sich hierzu auch in Einkaufsstraßenvereinen (Werbegemeinschaften) zusammen und nutzen die vielfältigen Angebote von sogenannten City-Marketing-Projekten zur Verbesserung der Qualität und Vermarktung ihrer Straße. Neben Gastronomiebetrieben dominieren oft Bekleidungsketten die Straßen. Im europäischen Vergleich hat besonders Deutschland durch die hohe Anzahl an Fußgängerzonen auch weitaus mehr Einkaufsstraßen. Hauptkonkurrenz sind die Einkaufszentren (Shopping Malls).
Die Passantenfrequenz in einer Einkaufsstraße gilt bei Einzelhändlern als ein wichtiger Indikator für die Umsatzchancen von Unternehmen in der betreffenden Stadt. Die Passanten-Zahl ergänzt gängige Kriterien wie Zentralitäts-, Umsatz- oder Kaufkraftkennziffern und bildet eine Basis für die Standortentscheidung.
Eine Untersuchung der Wirtschaftskammer Wien hat ergeben, dass Umbaumaßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Einkaufsstraße nicht nur die Passantenfrequenz erhöhen, sondern je eingesetzter Million Euro vier Arbeitsplätze und jährlich 0,4 Mio. Euro an zusätzlicher Wertschöpfung generieren.
- ↑ Standortanwalt Wien: Bericht des Standortanwalts. (pdf) City-Projekte. Wirtschaftskammer Wien, S. 20–21, abgerufen am 7. Mai 2024: „Pro 1 Mio. Euro der eingesetzten Investitionen für den Bau werden somit weitere 0,4 Mio. Euro an zusätzlicher Wertschöpfung jährlich in der Betriebsphase generiert. […] Damit schafft jede eingesetzte Million Euro weitere vier Jobs pro Jahr in der Betriebsphase. Die meisten Arbeitsplätze werden dabei in den Branchen Handel, Gastronomie sowie unternehmensnahe Dienstleistungen geschaffen.“