Einsatzkommando Cobra

Das Einsatzkommando Cobra (kurz EKO Cobra; umgangssprachlich auch nur die Cobra) ist die wichtigste polizeiliche Sondereinheit in Österreich. Sie ist Teil der Direktion für Spezialeinheiten, die der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit beim Bundesministerium für Inneres direkt unterstellt ist. Rechtsgrundlage für das Bestehen des EKO Cobra bildet die Sondereinheiten-Verordnung des Bundesministeriums für Inneres, mit der die Bestimmungen des Sicherheitspolizeigesetzes umgesetzt werden.

Die Sondereinheit hat ihren Hauptsitz und Ausbildungs- und Übungseinrichtungen in Wiener Neustadt. Daneben befinden sich Cobra-Standorte auch in der Bundeshauptstadt Wien, in Graz, Linz und Innsbruck sowie weitere Außenstellen in Salzburg, Klagenfurt und Feldkirch.

Dem Einsatzkommando gehören etwa 400 Männer (Stand 2025) an. In der Vergangenheit gab es vereinzelt auch Frauen im Team der Sondereinheit, 2025 war das aber nicht der Fall. Die Gesamtzahl der Einsätze des EKO Cobra im Jahr 2009 belief sich auf etwa 3700. Von der Schusswaffe wurde im selben Zeitraum nur viermal Gebrauch gemacht: einmal als Schreckschuss und dreimal, um bei Bränden die Explosion von Gasflaschen zu verhindern, indem diese durch einen Schuss perforiert wurden. Gezielte Schüsse auf Personen durch Beamte des EKO Cobra gab es demnach 2009 keine. Im Jahr 2018 wurden von der Sondereinheit unter anderem 911 operative Täterlagen, 1838 Personenschutzeinsätze sowie mehrere tausend Flugsicherungen durchgeführt.

  1. Jennifer Corazza: „Abgehoben Befehle erteilen, bringt nichts“. Interview mit Cobra-Chef Rainer Wintersteiger. In: Kurier (via PressReader). 25. Oktober 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  2. Viktoria Preinig: Täglich zehn Einsätze (PDF; 116 kB). Artikel im Magazin Öffentliche Sicherheit (Ausgabe März/April 2010).
  3. Offizielle Statistik des Bundesministeriums für Inneres.