Einschlafzuckungen

Klassifikation nach ICD-11
7A86 Propriospinaler Myoklonus bei Schlafbeginn
7A85 Gutartiger Schlafmyoklonus im Säuglings- und Kleinkindalter
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Bei Einschlafzuckungen (Synonyme: Einschlafmyoklonien, Hypnagoge Zuckungen, benigner Schlafmyoklonus) handelt es sich um plötzliche, kurze Zuckungen (Myoklonien) des Körpers, die während des Einschlafens auftreten. Manchmal werden Einschlafzuckungen auch von subjektiv wahrgenommenen grellen Lichtblitzen (visuelle Einschlafzuckungen), lauten Geräuschen (auditive Einschlafzuckungen) oder dem Gefühl zu fallen oder zu stolpern begleitet.

Einschlafzuckungen treten sporadisch bei ca. 70 % der Bevölkerung auf und sind ein natürliches Phänomen ohne Krankheitswert. Am häufigsten betroffen sind die Beine; jedoch können auch Arme oder der Kopf einbezogen sein. Im Kleinkindalter sind Einschlafzuckungen noch häufiger und werden auch im Verlauf des Schlafes beobachtet. Es gibt keine Geschlechtspräferenz (gehäuftes Vorkommen bei einem Geschlecht) oder familiäre Häufung.

  1. Walter, A.S. (2007). Clinical identification of the simple sleep-related movement disorders. Chest, 131, 1260–1266.
  2. Thomas C. Wetter et al.: Schlafmedizin. 1. Auflage. Elsevier, München 2019, ISBN 978-3-437-21021-1, S. 183.