Einseitenbandmodulation
Die Einseitenbandmodulation (ESB, heute geläufiger als SSB von englisch single-sideband modulation) ist eine spektrumeffiziente Modulationsart zur Übertragung von Sprache, Daten (Radio TeleTYpe, RTTY) und prinzipiell auch Musik. Sie wird z. B. für analoge Funkverbindungen im Kurzwellenbereich für Seefunk, Flugfunk auf Langstrecken (s. Shannon Radio), als auch für militärischen Anwendungen und im Amateur-, sowie im CB-Funk verwendet, z.T auch im VHF- und UHF-Frequenzbereich. SSB wurde in den 1930er Jahren von E. S. Purington in den USA patentiert und beschreibt sowohl die Nutzung eines Seitenbandes mit oder ohne reduzierten, teilweise oder ganz unterdrücktem Träger. Einseitenband wurde für die Übertragung von Telefongesprächen über große Entfernungen, später auch für transkontinentale Funkstrecken eingesetzt. Amplitudenmodulation (AM), welche zwei Seitenbänder mit identischem Inhalt und einen vollen Träger nutzt, wurde lange Zeit sowohl im analogen Sprechfunks und Rundfunk verwendet jedoch zunehmend durch andere Modulationsarten ersetzt. VSB-Modulation (englisch Vestigial Sideband Modulation) gehört jedoch nicht zu SSB Modulationsarten, da hier zusätzlich auch das zweite, wenn auch in der Bandbreite reduzierte, Seitenband abgestrahlt wird.
- ↑ Patent US2020327A: Single side band transmission. Angemeldet am 6. September 1930, veröffentlicht am 12. November 1935, Anmelder: John Hays Hammond Jr., Erfinder: Ellison S. Purington.