Eisenbahnarchäologie

Eisenbahnarchäologie ist die Suche nach und die Dokumentation der baulichen Reste von stillgelegten Bahnanlagen. Hierzu zählen Strecken, Trassen und Gleise einschließlich aller dazugehörigen Bauwerke wie Straßen, was dann als Wegrelikt bezeichnet wird. Die Suche speziell nach Gleisanlagen (einschließlich solcher von Straßenbahnen) wird auch Gleisarchäologie oder Schienenarchäologie genannt. Die Eisenbahnarchäologie wird in erster Linie von Eisenbahnfreunden als Hobby betrieben. Sie ist ein Teilbereich der Industriearchäologie und auch ein Teil der Neuzeitarchäologie, die in den letzten Jahren verstärkt die Moderne im 19. und 20. Jahrhundert einbezieht. Unter den Begriff der Eisenbahnarchäologie lässt sich aber auch die Suche nach alten Lokomotiven und Wagen subsumieren. Ein prominentes, bislang aber nicht erfolgreiches Projekt ist die Suche nach der Lok „Der Rhein“ im Rhein.

  1. F. Jürgens, Der ehemalige Güterbahnhof Kiel-West oder: „Eisenbahnarchäologie“ – ein weiteres Tätigkeitsfeld der Neuzeitarchäologie! In: F. Jürgens/U. Müller (Hrsg.),Archäologie der Moderne. Standpunkte und Perspektiven. Historische Archäologie Sonderband 2020 (Bonn 2020) 137–146 https://doi.org/10.18440/ha.2020.110
  2. Die Suche nach der Lok "Rhein". Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein; R. Schreg, Die Lokjäger - historische Archäologie als Abenteuer. Archaeologik 15.10.2018