Eisenbahnunfall von Genthin

Bei dem Eisenbahnunfall von Genthin fuhr im Bereich des Bahnhofs Genthin am 22. Dezember 1939 der D 180 von Berlin Potsdamer Bahnhof nach Neunkirchen (Saar) auf den D 10 von Berlin Potsdamer Bahnhof nach Köln Hauptbahnhof auf. Mindestens 186 Tote und 106 Verletzte waren zu beklagen. Die am 23. Dezember 1939 „endgültig festgestellt[e]“ Zahl nannte „132 Tote und 109 Verletzte“ und bezeichnete den Unfall als das „in seinen Auswirkungen schwerste Eisenbahnunglück, das die deutsche Eisenbahngeschichte je erlebt hat“. Bis zum 27. Dezember stieg laut einer Meldung des DNB die Zahl der Verstorbenen „durch den Tod zahlreicher Schwerverletzter bis auf 196“. Es ist der bis heute schwerste Unfall von Reisezügen in Deutschland.

  1. Erich Preuß: Den falschen Zug gestoppt. Der Zusammenstoß in Genthin. Die größte Katastrophe bei Deutschlands Eisenbahnen. In: Martin Weltner: Bahn-Katastrophen. Folgenschwere Zugunfälle und ihre Ursachen. München 2008, S. 32–35.
  2. Die Eisenbahnkatastrophe von Genthin. In: Neues Wiener Tagblatt, 24. Dezember 1939, S. 8 (online bei ANNO).
  3. 196 Todesopfer des Eisenbahnunglücks in Genthin. Noch weitere Schwerverletzte in Lebensgefahr. In: Pester Lloyd, 28. Dezember 1939, S. 7 (online bei ANNO).
  4. Annette Schneider-Solis: Das schwerste Zugunglück in Deutschland. In: Die Welt, 21. Dezember 2009.