Eisenverhüttung bei den Germanen
Die Anfänge der Eisenerzverhüttung bei den Germanen sind noch wenig erforscht. Älteste Belege datieren jedoch bereits in die „Jüngere vorrömische Eisenzeit“. Die nach dem Metallgebrauch benannte Eisenzeit beginnt in Mitteleuropa im 8. Jahrhundert v. Chr. und unterteilt sich in:
- die Frühe oder Ältere Eisenzeit (800–450 v. Chr.), bzw. die Hallstattzeit
- die Späte oder Jüngere Vorrömische Eisenzeit (450 v. Chr. – Ende 1. Jahrhundert v. Chr.), bzw. die Latènezeit
- In Nordeuropa folgt der Römischen Kaiserzeit (0–375n. Chr.) nicht wie in Mitteleuropa die Völkerwanderungszeit, sondern die so genannte „Germanische Eisenzeit“ (375–650 n. Chr.), die in Schweden mit der Vendelzeit (650–800 n. Chr.) und in Dänemark sogar erst mit der Wikingerzeit (800–1050 n. Chr.) endet.
- ↑ Als Germanen werden von der Archäologie zumeist die in Nordmitteleuropa lebenden Gruppen ab der Jastorfkultur (600 v. Chr.) bezeichnet W. Künnemann: Jastorf – Geschichte und Inhalt eines archäologischen Kulturbegriffs. In: Die Kunde. N.F. 46, 1995, 61–122