Elastische Grenzflächenspannung
Die elastische Grenzflächenspannung (auch Oberflächenbelastung genannt) ist die Arbeit pro Fläche, die benötigt wird, um eine feste Oberfläche elastisch zu dehnen; also so, dass sich der Abstand zwischen den Oberflächenatomen ändert, aber nicht ihre Anzahl.
Die elastische Grenzflächenspannung wird oft auch als Oberflächenspannung der festen Oberfläche bezeichnet. Diese Größe ist bei Festkörpern aber nicht immer eindeutig definiert: Es besteht Verwechslungsgefahr mit der ebenfalls als Oberflächenspannung bezeichneten Arbeit pro Flächenänderung, wenn die Zahl der Oberflächenatome geändert wird, wie das etwa bei flüssigen Grenzflächen üblicherweise der Fall ist. Diese Unterscheidung wurde zuerst erkannt von Josiah Willard Gibbs.
- ↑ G. Angenheister, A. Busemann, O. Föppl, J. W. Geckeler, A. Nadai: Mechanik der Elastischen Körper. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-48543-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Josiah Willard Gibbs: The Scientific Papers of J. Willard Gibbs. Volume I Thermodynamics. Longmans, Green, and Co., London, New York and Bombay 1906, OCLC 61574355, III. On the Equilibrium of Heterogeneous Substances, S. 315 (online auf den Seiten von archive.org – The Internet Archive).