Elastizität (Wirtschaft)

In den Wirtschaftswissenschaften ist eine Elastizität ein Maß, das die relative Änderung einer abhängigen Variablen im Verhältnis zu einer relativen Änderung einer ihrer unabhängigen Variablen angibt. Anschaulich gibt eine Elastizität eine Antwort auf die Frage: Um wie viel Prozent verändert sich eine Variable als Reaktion auf die einprozentige Änderung der anderen Variable ? Man nennt diese relative Änderung die Elastizität von bezüglich oder die -Elastizität von . Betrachtet man beispielsweise die relative Änderung der Nachfrage bei einer relativen Änderung des Preises, ist das die Nachfrageelastizität bezüglich des Preises oder die Preiselastizität der Nachfrage, auch kurz Nachfrageelastizität genannt.

In theoretischen Untersuchungen wird in der Regel von der Punktelastizität ausgegangen, bei der die Änderungen unendlich klein sind; in der Praxis bzw. Empirie wird hingegen oft nur die Bogenelastizität mit endlichen Änderungen genutzt.

  1. Anton Frantzke: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre. Mikroökonomische Theorie und Aufgaben des Staates in der Marktwirtschaft. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1999, S. 80
  2. Susanne Wied-Nebbeling, Hartmut Schott: Grundlagen der Mikroökonomik. 3. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-22683-4, S. 49.
  3. Elastizität – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon