Elementenpsychologie
Elementenpsychologie bezeichnet eine Richtung der Psychologie, die komplexes psychisches Geschehen wie z. B. Prozesse der Bewusstseinsbildung auf eine begrenzte Anzahl von kleineren, leichter bestimmbaren Einheiten oder Elementen zurückzuführen versucht. Damit erweist sie sich als strukturalistische Psychologie. Carl Wernicke (1848–1905), der selbst viele psychologische Begriffe gebildet hat, übertrug diese Methodik in die Psychiatrie und Neurologie durch Betonen topischer, d. h. begrifflich-systematisch-funktioneller und die Lokalisation im ZNS betreffender Zusammenhänge. Seither ist Elementenpsychologie als Grundlage vieler Fragen der klinischen Psychologie, medizinischer Psychologie und forensischen Psychiatrie unentbehrlich.