Eleonore von Kastilien (1307–1359)

Eleonore von Kastilien (spanisch Leonor de Castilla; * kurz vor dem 14. Dezember 1307; † 1359 in Castrojeriz) war die älteste Tochter des kastilischen Königs Ferdinand IV. und als zweite Gemahlin Alfons’ IV. von 1329 bis 1336 Königin von Aragón. Sie gebar ihrem Gatten die beiden Söhne Ferdinand und Johann, denen sie ausgedehnte Territorien der aragonesischen Krone zu verschaffen wusste. Auch übte sie beherrschenden Einfluss auf die Politik ihres Gemahls aus. Dies brachte sie in Gegensatz zu ihrem Stiefsohn und Thronfolger Peters IV. von Aragón, der sich durch das ehrgeizige Streben Eleonores sehr benachteiligt sah. Kurz vor dem Tod Alfons’ IV. (1336) flüchtete Eleonore vor ihrem Stiefsohn nach Kastilien. Ein wegen ihrer Ansprüche auf aragonesische Güter drohender Krieg zwischen ihrem Bruder, dem kastilischen König Alfons XI., und Peter IV., der die Nachfolge seines Vaters in Aragón angetreten hatte, konnte 1338 friedlich beigelegt werden. Eleonore kehrte nach Aragón zurück, lebte seit 1348 wieder in Kastilien und wurde Ende 1358 oder Anfang 1359 auf Befehl des neuen Königs Peter I., des Grausamen umgebracht, weil sie seinen Widersacher Heinrich von Trastámara unterstützt hatte.

  1. L. Vones (s. Lit.), Sp. 1804 gibt Ende 1358 als Todesdatum an.