Emissarvene
Als Emissarvenen (Venae emissariae) werden in der Anatomie mittelgroße Kurzschlussverbindungen zwischen oberflächlichen Schädelvenen und den Sinus der Dura mater bezeichnet.
Es gibt vier Emissarvenen:
- Die paarige Vena emissaria parietalis verbindet die Vena temporalis superficialis durch das Foramen parietale mit dem Sinus sagittalis superior in der Mitte unter dem Schädel,
- die ebenfalls paarige Vena emissaria mastoidea verbindet die Vena occipitalis durch das Foramen mastoideum mit dem Sinus sigmoideus,
- die ebenso paarige Vena emissaria condylaris verbindet den Plexus venosus vertebralis externus durch den Canalis condylaris mit dem Sinus sigmoideus und
- die Vena emissaria occipitalis zieht durch die Protuberantia occipitalis und verbindet den Plexus venosus vertebralis externus mit der Confluens sinuum.
Darüber hinaus gibt es kleinere Emissarvenen, die aber variabel sind.
- 1 2 Wolfgang Dauber: Feneis’ Bild-Lexikon der Anatomie. Georg Thieme, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-13-330109-1, S. 282.
- ↑ Johannes W. Rohen: Topographische Anatomie: Lehrbuch mit besonderer Berücksichtigung der klinischen Aspekte und der bildgebenden Verfahren. Schattauer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7945-2616-1, S. 198.