Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz ist ein von John D. Mayer (University of New Hampshire) und Peter Salovey (Yale University) im Jahr 1990 eingeführter Terminus. Er beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Der Begriff (und das Konzept) werden in der wissenschaftlichen Psychologie kontrovers diskutiert. Auf Grund fehlender Überschneidungen zum Intelligenzbegriff und der Heterogenität der mit dem Begriff beschriebenen Fähigkeiten, wird deswegen in der Wissenschaft meist von "Emotionalen Kompetenzen" gesprochen.

Das Konzept der emotionalen Intelligenz beruht auf der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner, deren Kerngedanke bereits von Edward Lee Thorndike und David Wechsler als „soziale Intelligenz“ bezeichnet wurde. Diesen verdeutlichte Thorndike 1920 mit einem Beispiel, wonach der (fachlich) beste Mechaniker als Vorarbeiter scheitern wird, wenn es ihm an sozialer Intelligenz fehlt. Das Thema „emotionale Intelligenz“ ist somit auch ein Beitrag zur Diskussion der Frage nach dem Erfolg im Leben und Beruf.

Zu dessen Popularisierung hat insbesondere der US-amerikanische Psychologe und Wissenschaftsjournalist Daniel Goleman mit seinem Buch EQ. Emotionale Intelligenz (1995) beigetragen.

  1. Franz J. Neyer, Jens Asendorpf: Psychologie der Persönlichkeit (= Springer-Lehrbuch). 6., vollständig überarbeitete Auflage, Online-Ausgabe. Springer, Berlin [Heidelberg] 2018, ISBN 978-3-662-54942-1.Fehler in Vorlage:Literatur *** Parameterproblem: Dateiformat/Größe/Abruf nur bei externem Link
  2. D. G. Myers: Psychology. New York 2010