Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission von Osttimor

Die unabhängige Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission von Osttimor (Comissão de Acolhimento, Verdade e Reconciliacão de Timor-Leste, kurz CAVR) wurde 2000 von den Vereinten Nationen und der Regierung Osttimors gegründet, um die Menschenrechtsverletzungen, die zwischen dem 25. April 1974 und 25. Oktober 1999, im heutigen Osttimor, von den verschiedenen Seiten begangen wurden, zu untersuchen. Dafür wurden Aussagen von Zeugen, Opfern und Tätern gesammelt und öffentliche Anhörungen durchgeführt. Der Zeitraum betrifft den Bürgerkrieg zwischen der FRETILIN und der UDT am Ende der portugiesischen Herrschaft auf Timor und die darauf folgende 24-jährige Besatzung durch Indonesien. Außerdem sollte die CAVR die Aussöhnung in der Gesellschaft Osttimors durch Versöhnungsprozesse ermöglichen. 2002 wurde Aniceto Guterres Lopes zum Vorsitzenden der CAVR bestimmt. 2017 wurde das Centro Nacional Chega! (CNC) gegründet, dass die Ergebnisse der Forschungen der CAVR verwaltet.

  1. Monika Schlicher: Osttimor stellt sich seiner Vergangenheit, missio-hilft.de, abgerufen am 28. Januar 2019
  2. Stiftung Asienhaus: Seminar „Timor-Leste's Journey of Truth, Justice and Reconciliation“, 21. September 2019 (Memento des Originals vom 25. Oktober 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 15. Mai 2020.