EnBW-Affäre

In der EnBW-Affäre geht es um den Rückkauf eines EnBW-Aktienpaketes von der französischen Électricité de France (EDF), den Ende 2010 die baden-württembergische Landesregierung auf Betreiben des seinerzeitigen Ministerpräsidenten Stefan Mappus ohne haushaltsrechtliche Grundlage oder Parlamentsvorbehalt tätigte. Enge persönliche Verflechtungen, eine ungenügende Dokumentation, widersprüchliche Aussagen und der Wertverfall der Beteiligung führten zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der im Juni 2014 seine Arbeit beendete, und staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Mappus und weitere Beteiligte, die letztlich von der Staatsanwaltschaft Stuttgart im Oktober 2014 eingestellt wurden.

  1. René Proglio will im EnBW-Skandal aussagen. In: Handelsblatt. 14. August 2012, abgerufen am 3. März 2013.
  2. Sachbericht verabschiedet. Bewertungen fallen unterschiedlich aus. Landtag von Baden-Württemberg, 4. Juni 2014, abgerufen am 15. Januar 2015.
  3. Martin-W. Buchenau, Jürgen Flauger, Wolfgang Reuter: Mühsame Spurensuche im Milliardengrab. In: Handelsblatt Online. 17. Oktober 2011, archiviert vom Original am 23. Oktober 2013; abgerufen am 3. März 2013.
  4. EnBW-Kauf: Mappus war gesteuert. In: faz.net. 16. Juni 2012, abgerufen am 6. März 2013.
  5. Ermittlungsverfahren wegen des EnBW-Deals mit Einstellungsverfügung abgeschlossen. In: Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Stuttgart. 29. Oktober 2014, abgerufen am 29. Oktober 2014.