Energie-Versorgung Schwaben

Energie-Versorgung Schwaben AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1. Januar 1935 (als Energie-Versorgung Württemberg)
1. April 1939 (Energie-Versorgung Schwaben)
Auflösung 31. Dezember 1996
Auflösungsgrund Fusion zur EnBW
Sitz Stuttgart
Branche Energieversorgung

Die Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS) war ein Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Stuttgart. Es wurde 1935 als Energie-Versorgung Württemberg gegründet und 1939 in Energie-Versorgung Schwaben umbenannt. Sein Versorgungsgebiet umfasste große Teile Württembergs bzw. des württembergischen Teils des späteren Bundeslands Baden-Württemberg. Die Landeshauptstadt Stuttgart selbst sowie einige Gebiete um sie herum wurden nicht von der EVS, sondern durch andere EVU's (TWS, Neckarwerke, KAWAG) beliefert. 1997 fusionierte sie mit dem Badenwerk zur Energie Baden-Württemberg (EnBW), die regionale Stromversorgung beider Unternehmen wurde erst 1999 zusammengeführt.

Eine Besonderheit der EVS war ihre Unternehmensstruktur: Da sich Württemberg, anders als das benachbarte Baden, lange Zeit nicht an einer flächendeckenden Elektrifizierung des Landes beteiligen wollte, übernahmen in der Anfangszeit dies zahlreiche private und kommunale Unternehmen, indem sich Kreise und Gemeinden zu Zweckverbänden zusammenschlossen. 1918 bzw. 1923 kam es zur Gründung zweier, untereinander konkurrierender Gesellschaften, von denen eine größtenteils im Besitz des Reichs und eine mit Beteiligung des Landes Württemberg privatwirtschaftlich-kommunal dominiert war. In der Zeit des Nationalsozialismus kam es zum 1. Januar 1935 zur Vereinigung beider Gesellschaften zu einer gemeinsamen, zu der 1939 der größte württembergische Elektrizitäts-Zweckverband beitrat. Auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Aufbau der Gesellschaft auf Basis der nach wie vor bestehenden Gemeinde- und Bezirksverbände als Hauptaktionäre zusammen mit einer geringen Beteiligung des Landes Baden-Württemberg beibehalten. Die Kraftwerke waren also in erster Linie Eigentum des jeweiligen Gemeindeverbands bzw. Überlandwerks, genauso wie das bis zur Unternehmensgründung errichtete Leitungsnetz. Ab den 1960er Jahren baute die EVS ein eigenes Hoch- und Höchstspannungsnetz auf, das in seiner Struktur dasjenige des RWE ergänzte.