Enkainia

Als Enkainia (altgriechisch τά ἐγκαίνια tá enkaínia; latinisiert encaenia oder encenia, in beiden Sprachen neutr. pl.) „Erneuerung“ wurden im antiken Judentum und Christentum Rituale bezeichnet, die Gebäude(komplexe) zu einem heiligen Raum machten. Beim Jerusalemer Tempel gibt es zwei Verbindungen zu jüdischen Festen, die beide eine christliche Wirkungsgeschichte hatten:

Das Bedeutungsspektrum von enkaínia war aber nicht auf Heiligtümer begrenzt. Auch die Neugründung der Stadt Konstantinopel (11. Mai 330) und die Einweihung des Mausoleums Kaiser Konstantins (21. Mai 337) konnten als enkaínia bezeichnet werden.