Entkopplung (Wirtschaftswachstum)

Unter Entkopplung versteht man in der ökologischen Ökonomik eine Abschwächung des Zusammenhangs zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschäden durch neuartige Produktionsprozesse. Durch Entkopplung soll die Wirtschaftsleistung immer unabhängiger vom Materialverbrauch und der Emission von CO2-Äquivalenten gemacht werden. Ziel ist es dabei sicherzustellen, dass weiteres Wirtschaftswachstum nicht zur Überschreitung planetarer Grenzen führt.

In der Literatur wird oftmals zwischen relativer und absoluter Entkopplung unterschieden. Die häufig geäußerte Hoffnung ist hierbei, dass es durch absolute Entkopplung die Chance gäbe, die aktuell weltweit praktizierte Art des Wirtschaftens beizubehalten und gleichzeitig innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben. Heftig diskutiert wird dabei aber die Frage, ob absolute Entkopplung durch ausreichend viel relative Entkopplung herbeigeführt werden kann.

  1. Raimund Bleischwitz, Bernd Meyer, Stefan Giljum, Jose Acosta, Martin Distelkamp, Mark Meyer, Elke Pirgmaier, Helmut Schütz, Dominik Ritsche: Die absolute Entkopplung ist möglich. In: Ökologisches Wirtschaften. Band 30, Nr. 2, 2012, S. 30–33 (online).
  2. Tim Jackson: Der Mythos Entkopplung. In: Derselbe: Wohlstand ohne Wachstum. Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt. oekom, München 2011, ISBN 978-3-86581-245-2, S. 59–77.
  3. Thomas Krumenacker: Grünes Wachstum. Passen Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zusammen? In: spektrum.de. 26. Juli 2022, abgerufen am 16. August 2023.