Eosinophilie
Eosinophilie ist ein medizinischer Fachausdruck für die Erhöhung der Zahl bestimmter Blutzellen, den eosinophilen Granulozyten (kurz: Eosinophile) im Blutbild. Sie ist eine Sonderform der Leukozytose. Die formale Definition einer Eosinophilie fordert mehr als 0,5 × 109 Eosinophile/l (0,5/nL) im peripheren Blut. Liegen mehr als 1,5 × 109 Eosinophile/l über einen längeren Zeitraum vor, spricht man von einer Hypereosinophilie.
In der Histologie wird der Begriff Eosinophilie für Strukturen verwendet, die sich mit Eosin rot anfärben. Synonym für dieses Färbeverhalten ist der Begriff Azidophilie. Siehe hierzu insbesondere unter Histologie (Abschnitt Färbemethoden der Histologie).
- ↑ P. Valent, A. D. Klion, H. P. Horny, F. Roufosse, J. Gotlib, P. F. Weller, A. Hellmann, G. Metzgeroth, K. M. Leiferman, M. Arock, J. H. Butterfield, W. R. Sperr, K. Sotlar, P. Vandenberghe, T. Haferlach, H. U. Simon, A. Reiter, G. J. Gleich: Contemporary consensus proposal on criteria and classification of eosinophilic disorders and related syndromes. In: J Allergy Clin Immunol. 130(3), 2012, S. 607–612.e9. doi:10.1016/j.jaci.2012.02.019