Epilepsie
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| G40.– | Epilepsie |
| G41.– | Status epilepticus |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 8A60 | Epilepsie durch strukturelle oder metabolische Zustände oder Erkrankungen |
| 8A61 | Genetische oder mutmaßliche genetische Syndrome, die sich hauptsächlich als Epilepsie äußern |
| 8A62 | Epileptische Enzephalopathien |
| 8A63 | Krampfanfall durch akute Ursachen |
| 8A64 | Einzelner Krampfanfall durch entfernte Ursachen |
| 8A65 | Einzelner unprovozierter Krampfanfall |
| 8A66 | Status epilepticus |
| 8A67 | Cluster-Krampfanfälle |
| 8A68 | Krampfanfalltypen |
| MH15 | Plötzlicher unerwarteter Tod bei Epilepsie |
| KB06 | Krämpfe beim Neugeborenen |
| 8A6Y | Sonstige näher bezeichnete Epilepsie oder Krampfanfälle |
| 8A6Z | Epilepsie oder Krampfanfälle, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Epilepsie (von altgriechisch ἐπίληψις epílēpsis, deutsch ‚Angriff‘, ‚Überfall‘, über ἐπιληψία und lateinisch epilepsia, „Anfall, Krampfanfall, Anfallsleiden“, seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar), im Deutschen in früheren Jahrhunderten, abgeleitet von Fall ‚Sturz‘, ‚Fall‘, Fallsucht (auch mittelhochdeutsch ‚fallende Sucht‘ und lateinisch Morbus caducus) und zerebrales Anfallsleiden oder zerebrales Krampfleiden genannt, bezeichnet eine Erkrankung mit mindestens einem spontan aufgetretenen epileptischen Anfall, der nicht durch eine aktuell bestehende, erkennbare Ursache (beispielsweise eine akute Entzündung des Gehirns, einen Schlaganfall oder eine Kopfverletzung) oder einen Auslöser (wie Entzug von Alkohol bei bestehender Alkoholabhängigkeit oder massiven Schlafmangel) hervorgerufen wurde. Voraussetzung für die Diagnosestellung schon nach einem Anfall ist ein erkennbar hohes Wiederholungsrisiko, ansonsten liegt definitionsgemäß erst nach zwei Anfällen im Abstand von mindestens 24 Stunden eine Epilepsie vor.
Ein epileptischer Anfall ist eine Folge plötzlich auftretender, synchroner elektrischer Entladungen von Nervenzellen (Neuronengruppen) im Gehirn, die zu ungewollten stereotypen Bewegungs- oder Befindensstörungen führen.
- ↑ Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage.
- ↑ Was tun bei einem Anfall? Epilepsiemuseum.de; abgerufen am 14. Januar 2021