Erhard Scheibe

Erhard Scheibe (* 24. September 1927 in Berlin; † 7. Januar 2010 in Hamburg) war ein deutscher Wissenschaftsphilosoph, der sich besonders mit den philosophischen Grundlagen der modernen Physik befasste. So publizierte er Arbeiten zur Interpretation der Quantenmechanik und zum Reduktionismus in der Physik. Er war ordentlicher Professor für Philosophie in Göttingen und Heidelberg.

Scheibe studierte Mathematik und Physik in Göttingen, wo er auch 1956 im Fach Mathematik zum Dr. rer. nat. promoviert wurde (Über das Weylsche Raumproblem). Ab 1957 war er Assistent von Carl Friedrich von Weizsäcker. 1963 habilitierte er sich in Philosophie an der Universität Hamburg mit der Arbeit Die kontingenten Aussagen in der Physik, in der philosophische Probleme der Quantenmechanik behandelt werden, und begann dort im selben Jahr seine Lehrtätigkeit als Privatdozent. Danach wurde er 1965 ordentlicher Professor der Philosophie in Göttingen. 1977 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt. 1981 wurde er Korrespondierendes Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur sowie Mitglied der Brüsseler Académie Internationale de Philosophie des Sciences. Ab 1983 bis zur Emeritierung 1992 hatte er den Lehrstuhl für Philosophie der Naturwissenschaften in Heidelberg inne.

Erhard Scheibe war ab 1958 verheiratate mit Maria Scheibe, geborener Elgert-Eggers, und hatte drei Kinder.

  1. Erhard Scheibe im Mathematics Genealogy Project (englisch) abgerufen am 30. Dezember 2025 
  2. Verzeichnis der Mitglieder. In: Jahrbuch der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Band 2010, Nr. 1, 2011, S. 26.
  3. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: Prof. Dr. Erhard Scheibe †