Ernostar

Das oder der „Ernostar“ zählt zu den frühesten hochlichtstarken Objektiven in der Geschichte der Fototechnik. Das von Ludwig Bertele entwickelte Objektiv fand ab 1924 an der durch die Ernemann-Werke in Dresden gefertigten Ermanox-Kamera Verwendung. Mit Lichtstärken von 1:2 und später 1:1,8 ermöglichte die Kombination Ermanox/Ernostar erstmals das Arbeiten unter zuvor technisch nicht zu bewältigenden Lichtbedingungen, z. B. in Innenräumen, bei Nacht oder während Konzerten. Die Meisterschaft im Umgang mit diesen neuen fotografischen Möglichkeiten trug z. B. zum Ruhm des Fotografen Erich Salomon bei.

Die Wortmarke „Ernostar“ wurde am 8. Januar 1923 angemeldet und erst am 20. Januar 2004 auf Antrag des letzten Inhabers, der Ernemann Cine Tec Kinoprojektionsgeräte GmbH, gelöscht.

  1. Bertele, Ludwig: Ernostar 1:1,8 und 1:2,0. In: Harting (Hrsg.): Central-Zeitung für Optik und Mechanik. Nr. 19, 5. Oktober 1925, S. 301 ff.
  2. Auskunft aus dem Markenregister, abgerufen am 13. Juli 2011