Europäischer Forschungsraum

Der Europäische Forschungsraum (EFR; englisch European Research Area, ERA) ist eine Initiative der Europäischen Union (EU) zur Integration der wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten innerhalb der EU. Das Konzept des Europäischen Forschungsraums bildet die übergeordnete Strategie der europäischen Forschungspolitik. Ziel ist es, dass Forschende sich innerhalb der EU frei bewegen können und auch Wissen und Technologien frei zirkulieren. Für einen effizienten und kohärenten Ansatz in der Forschungspolitik koordinieren sich die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission. Forschung und Innovation sollen darin unterstützt werden, einen Beitrag zum europäischen Green Deal und großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten. Ein wichtiges Instrument der Umsetzung des Europäischen Forschungsraums ist das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Seit 1984 führt die Europäische Kommission mehrjährige Rahmenprogramme für Forschung und Innovation (aktuell Horizont Europa) durch, um die multi-nationale Kooperation in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung zu fördern. Neben der monetären Förderung innerhalb der Rahmenprogramme zielt der Europäische Forschungsraum darauf ab, das politische Umfeld für wettbewerbsfähige Forschung und Innovation durch einheitliche Rahmenbedingungen zu verbessern.

  1. Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union , abgerufen am 14. Januar 2021
  2. Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den Ausschuß der Regionen: Ein neuer EFR für Forschung und Innovation. COM(2020) 628 final, 30. September 2020 , abgerufen am 14. Januar 2021