Evelyn Korsch
Evelyn Korsch (* 1963 in St. Georgen im Schwarzwald) ist eine deutsche Historikerin, die sich auf die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Kulturgeschichte Venedigs, die Festkultur und auf die höfische Kultur Mitteleuropas konzentriert, dabei aber auch über die kulturelle und ökonomische Rolle der Armenier sowohl im Mittelmeerraum als auch nördlich der Alpen arbeitet. Sie veröffentlichte zudem Arbeiten zur Frauengeschichte.
Evelyn Korsch arbeitete an den Universitäten Erfurt und Dresden und wurde 2009 an der Universität Zürich bei Bernd Roeck promoviert, nämlich mit der Arbeit Das Bild Venedigs nach Lepanto – Der Einzug Heinrichts III. als non-verbales Kommunikationssystem (publiziert als Bilder der Macht. Venezianische Repräsentationsstrategien beim Staatsbesuch Heinrichs III. (1574)). Ihre Habilitationsschrift befasst sich mit armenischen Handelsnetzwerken während des 17. und 18. Jahrhunderts. Mehrfach hielt sie sich zu Forschungszwecken im Deutschen Studienzentrum in Venedig auf, so von Februar bis Juli 1996 und von Dezember 1996 bis Februar 1997, dann im Mai 1998 sowie Oktober und Dezember 2001. Korsch lebt und arbeitet seither in Venedig.
Sie arbeitete in verschiedenen Projekten, darunter dem DFG-Netzwerk Materielle Kultur und Konsum im Europa der Frühen Neuzeit. Objekte – Zirkulationen – Aneignungen. Seither verfasste sie eine Reihe von Handbuchbeiträgen und Beiträge über die kulturellen Beziehungen deutscher Höfe zu Italien sowie über kulturelle Elemente, wie Musik oder Kunstsammlungen, als Ausdruck und Inszenierung von Macht, aber auch als Kommunikationsmittel.
- ↑ Deutsches Studienzentrum in Venedig.
- ↑ online.
- ↑ So etwa die Artikel Sammlungen, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Bd. 2, hrsg. v. Werner Paravicini, Stuttgart 2005, S. 347–355, sowie darin: Waffen und Rüstungen (S. 358–367), Bibliothek (S. 367–372), Kunst (Portrait, Zeichnungen, Skulpturen) (S. 372–376), Musikinstrumente (S. 378–381), Scientifica (S. 382–385), Galerien (S. 425–431) oder Albertiner (Wettin) (S. 19–27).