Evolutionäre Erkenntnistheorie
Die Evolutionäre Erkenntnistheorie (englisch evolutionary epistemology) ist ein von verschiedenen Disziplinen ausgehendes Programm, um eine Erkenntnistheorie und vor allem eine Erkenntniskritik des menschlichen Erkenntnisvermögens auf Basis der Evolutionstheorie beziehungsweise der Naturgeschichte des Menschen zu formulieren.
Hauptvertreter sind Donald T. Campbell, Gerhard Vollmer, Rupert Riedl, Konrad Lorenz und Karl Popper.
Eine ideengeschichtliche Verwandtschaft besteht auch zum Ansatz der dem radikalen Konstruktivismus zugeordneten Neurobiologen Humberto Maturana und Francisco Varela.
Die Evolutionäre Erkenntnistheorie ist nicht mit der Erkenntnistheorie der Evolution (Richard Dawkins, Jack Sepkoski, Stephen Jay Gould und anderen) zu verwechseln.
- ↑ Konrad Lorenz (1903–1989) war derjenige, der die evolutionäre Erkenntnistheorie als Erster in seiner vollen Bedeutung erkannte/entwickelte und damit als Begründer derselben angesehen werden darf (nach Hoimar von Ditfurth (1921–1989), aus: Innenansichten eines Artgenossen. (1989)).