Exekutionsbewegung

Die Exekutionsbewegung war eine politische Bewegung im mittleren Adel in Polen im 16. Jahrhundert, die Reformen auf dem Gebiet der Justiz, der Finanzen und des Militärs erreichen wollte und eine stärkere finanzielle Beteiligung der Kirche forderte. Gegner waren teils der polnische König, vor allem aber die hochadligen Magnaten.

Der Name Exekution bezieht sich im Polnischen (ruch egzekucyjny, egzekucja praw, egzekucja dóbr) auf die Ausführung von Gesetzen oder den Einzug von Gütern. Die Anhänger wurden popularyści („Popularisten“) oder zamoyszczycy („Zamoyskiten“ nach Jan Zamoyski) genannt.

Außer dem Kanzler Jan Zamoyski waren die Sejmmarschälle Mikołaj Sienicki und Rafał Leszczyński sowie Politiker wie Hieronim Ossoliński, Jakub Ostroróg und Jan Ponętowski die Köpfe der Bewegung. Einige von ihnen waren selbst große Magnaten. Unterstützung erhielten sie durch humanistische Gelehrte wie Andrzej Frycz Modrzewski und Jan Łaski oder Autoren wie Augustinus Rotundus.