Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des BStU

Die Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) hatte den Auftrag, für den Bundestag Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die ihm als Grundlage für eine Entscheidung zur Zukunft des BStU dienen. Im Vordergrund stand dabei, wie die aus dem Stasi-Unterlagen-Gesetz resultierenden Aufgaben des BStU langfristig und zusammen mit anderen Institutionen effizient und sachgerecht fortgeführt werden können. Die Kommission hat ihre Arbeit beendet; sie legte am 12. April 2016 ihren Abschlussbericht vor. Ihre Empfehlungen lauteten:

  • die Stasi-Unterlagen unter im Bericht genannten Bedingungen bis zum Ende der nächsten Wahlperiode in das Bundesarchiv zu integrieren.
  • die BStU-Außenstellen in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unter dem Dach des zukünftigen eigenständigen Stasiunterlagenarchivs des Bundesarchivs zusammenzulegen.
  • den historischen Ort Normannenstraße/Magdalenenstraße plural zu nutzen.
  • die Gründung einer selbstständigen „Forschungsstelle DDR-Staatssicherheit in vergleichender Perspektive“.
  • das Amt einer/eines Bundesbeauftragten zu erhalten und ihm ein neues Profil zu geben.
  1. Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). In: bundestag.de. Abgerufen am 6. Oktober 2025.
  2. Abschlussbericht. Abgerufen am 6. Oktober 2025.