Exstirpation

Mit Exstirpation (von lateinisch exstirpare, „ausrotten, ausreißen, beseitigen“) bezeichnet man in der Medizin das vollständige operative Entfernen (Exstirpieren) von Organen (zum Beispiel Rektumexstirpation oder Milz-Exstirpation), von umschriebenen Gewebeteilen, die zum Beispiel Geschwulstwachstum zeigen (wie Lipome, Retentionszysten wie Atheromen, Gewebeknoten in Organen wie der Schilddrüse) oder von einzelnen Lymphknoten.

Für die Exstirpation einer Struktur wird auch synonym der Begriff Ektomie benutzt:

In der Zahnmedizin bezeichnet die Vitalexstirpation die vollständige Entfernung der lebenden Pulpa aus dem Pulpencavum im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung.

  1. Vgl. A. W. Fischer: Die Grundlagen der Indikation zur Exstirpation des Rektumkarzinoms. In: Archiv für klinische Chirurge. Band 279, 1954, S. 253 ff.