Unified Extensible Firmware Interface

Das Unified Extensible Firmware Interface (kurz UEFI, englisch für einheitliche erweiterbare Firmware-Schnittstelle) ist eine von Intel 1998 veröffentlichte Schnittstellen-Definition für Computer-Firmware, für die Intel zugleich eine Referenzimplementierung vorstellte. Ursprünglich wurde die von Intel für die 64-Bit-Itanium-Architektur entwickelte Firmware als Extensible Firmware Interface, kurz EFI, bezeichnet. UEFI hat sich als Nachfolger des PC-BIOS etabliert und bildet als solches die zentrale Schnittstelle zwischen der Plattform-Firmware und dem Betriebssystem.

Dadurch, dass UEFI-Firmware auf IBM-PC-kompatiblen Computern die bisherige Firmware – das BIOS – abgelöst hat, wird UEFI auch oft als „UEFI-BIOS“ sowie dessen Firmware-Setup auch (weiterhin) oft als „BIOS-Setup“ bezeichnet.

Wesentliche Merkmale von UEFI sind die Nutzung der GUID-Partitionstabelle, die zum vom BIOS genutzten Master Boot Record teil-kompatibel bleibt, Framebuffer-basierte Grafikunterstützung, Netzwerkfunktionalität, sowie seit UEFI-Version 2.3.1, Secure Boot, eine Funktion, die das Booten auf vorher signierte Bootloader beschränkt und so Schadsoftware oder andere unerwünschte Programme hindern soll, zu starten.

  1. Thorsten Leemhuis: Was die Begriffe Firmware, BIOS, UEFI alles meinen können. In: Heise online. 8. Mai 2019. Abgerufen am 18. Oktober 2022.; Zitat: „Das Kürzel steht für ‚Unified Extensible Firmware Interface‘, was sich mit ‚einheitliche erweiterbare Firmware-Schnittstelle‘ übersetzen lässt.“.
  2. UEFI – Unified Extensible Firmware Interface. In: Elektronik-Kompendium.de. Abgerufen am 14. März 2020: „(Abschnitt: BIOS und UEFI) Die Begriffe UEFI-Firmware und BIOS werden häufig synonym verwendet. Obwohl ein Motherboard eine UEFI-Firmware besitzt spricht man immer noch vom BIOS-Setup, wenn man Einstellungen verändern will.“