Extraktivismus
Als Extraktivismus (von lateinisch ex-trahere „herausziehen“; ex-tractum „das Herausgezogene“) bezeichnet man Formen der Wirtschaft in der herrenlosen Natur, bei denen natürliche Ressourcen (etwa Bodenschätze, wildlebende Pflanzen oder Tiere) entnommen, genutzt und vermarktet werden. Der Begriff leitet sich von den „extraktiven Wirtschaftsformen“ her. So werden bisweilen die subsistenzwirtschaftlich orientierten Unterhaltsstrategien traditioneller Jäger, Sammler und Fischer bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht der Begriff Extraktivismus für die erwerbswirtschaftlich orientierten Formen aneignenden Wirtschaftens.
Zum Extraktivismus gehören jedoch auch sämtliche nicht nachhaltigen bis hin zu Raubbau treibenden Formen moderner aneignender Wirtschaftsformen, die auch als Neo-Extraktivismus bezeichnet werden.