Fóstbrœðra saga
Die Fóstbrœðra saga (Schwurbrüdersaga) ist eine Isländersaga aus dem 13. Jahrhundert mit einer Handlung, die sich im frühen 11. Jahrhundert ereignet. Die Saga ist relativ bekannt, gilt aber aufgrund ihrer Gewaltszenen als eine der „umstrittensten“ Isländersagas. Problematisch ist außerdem, dass neuere Interpretationen oft auf dem Roman Gerpla (siehe unter Rezeption) aufbauen und nicht auf den überlieferten Textfassungen. Als Lebensgeschichte des Skalden Þormóðr Bersason Kolbrúnarskáld wird sie (mit Einschränkungen) zu den sechs Skaldenbiographien gezählt.
- ↑ Zu den Skaldenbiographien oder Skaldensagas gehören neben Fóstbrœðra saga die Kormáks saga, die Hallfreðar saga, die Bjarnar saga Hítdœlakappa, die Gunnlaugr saga ormstungu und die Egils saga. Zu dieser Bezeichnung vgl. Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 2. neubearbeitete und stark erweiterte Auflage, de Gruyter, New York / Berlin, 2005, Band 28, S. 559–562