Führerloser Widerstand
Führerloser Widerstand (engl. leaderless resistance) wird eine Organisations- und Aktionsform des Rechtsterrorismus genannt, bei der Einzeltäter („einsame Wölfe“) oder konspirative Kleingruppen auf eigene Initiative und unabhängig voneinander Anschläge oder andere Gewalttaten planen und verüben und dabei bewusst auf Anführer und Befehlsstrukturen verzichten.
Das so bezeichnete Konzept wurde erstmals 1962 in den USA erwähnt, aber erst 1992 durch einen Aufsatz des US-amerikanischen Rechtsextremisten Louis Beam im Rechtsextremismus verbreitet. Es knüpft an Vorläufer aus der Zeit des Nationalsozialismus und aus dem Neonazismus an. Im Rechtsterrorismus des 21. Jahrhunderts wurde das Konzept vorherrschend.
Auch manche islamistische und linksextreme Terrorzellen sowie Gruppen aus der Tierrechtsbewegung wie die Earth Liberation Front benutzen diese oder ähnliche Aktionsformen.