Fürstenberg (schwäbisches Adelsgeschlecht)
Fürstenberg ist der Name eines schwäbischen Adelsgeschlechts des Hochadels, dessen Besitzungen in der südwestdeutschen Region zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und Schwäbischer Alb lagen und teils heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden – besonders in Böhmen. Die „von“ bzw. „zu Fürstenberg“ gehören zu den sogenannten Apostelgeschlechtern.
Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens; internationalen Ruf erlangten sie unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa, u. a. der Fürstlich Fürstenbergische Sammlungen, sowie mit der Gründung und Patronage der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere (CHI) sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Burg Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten.
Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz.
Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt, und auch die Porzellanmanufaktur Fürstenberg aus Fürstenberg (Weser) steht in keinem Zusammenhang.
- ↑ Webseiten des Fürstenberg Polo Clubs und der Fürstenberg Polo Turniere ( vom 3. April 2019 im Internet Archive)