FDGB-Pokal 1972/73

FDGB-Pokal 1972/73
Pokalsieger 1. FC Magdeburg (4. Titel)
Europapokal der
Pokalsieger
1. FC Magdeburg
Beginn 29. Juli 1972
Finale 01. Mai 1973
Finalstadion Paul-Greifzu-Stadion, Dessau
Mannschaften 87
Spiele 100
Tore 347   3,47 pro Spiel)
FDGB-Pokal 1971/72

Zum 22. Mal fand in der Saison 1972/73 der Wettbewerb um den DDR-Fußballpokal statt.

Der Pokalwettbewerb 1972/73 musste wegen der Aufstockung der DDR-Liga zur Saison 1971/72 nach einem neuen Modus durchgeführt werden. Vor der I. Hauptrunde, die nach territorialen Gesichtspunkten gelost wurde, musste am 29. Juli 1972 ein Ausscheidungsspiel zwischen Zentronik Sömmerda und der Zweitvertretung des HFC Chemie angesetzt werden, um auf 72 Mannschaften zukommen. An diesem Abschnitt des Wettbewerbs, nahmen aus der Saison 1971/72 die 15 Bezirkspokalsieger, 56 Mannschaften aus der DDR-Liga (ohne Staffelsieger) und die beiden Letzten der DDR-Oberliga teil.

Nach einer Zwischenrunde, für die den sieben verbliebenen Bezirkspokalsiegern die 29 weitergekommenen DDR-Ligisten hinzugelost wurden, kamen in der II. Hauptrunde die 14 Oberliga-Mannschaften zum Wettbewerb hinzu. Hier waren mit der zweiten Mannschaft von Wismut Gera und Fortschritt Krumhermersdorf nur noch zwei Bezirkspokalsieger und 16 Mannschaften der zweitklassigen DDR-Liga vertreten. Beide Bezirkspokalsieger schieden aus, ebenso die drei Oberligisten Sachsenring Zwickau, Vorwärts Frankfurt/Oder und Wismut Aue.

Wurden bis zur II. Hauptrunde alle Spiele in einer einfachen Runde ausgetragen, fanden die Begegnungen der Achtel-, Viertel- und Halbfinals in Hin- und Rückspielen statt. Für das Weiterkommen wurde im Bedarfsfall das Spiel verlängert und ggf. ein Elfmeterschießen durchgeführt. Bei den Hin- und Rückspielen wurde die Auswärtstorregel angewandt.

Das Achtelfinale überstand von vier noch verbliebenen DDR-Ligisten nur die 2. Mannschaft des F.C. Hansa Rostock, sodass dieser Klub mit zwei Vertretungen in das Viertelfinale einzog. Während das Reserveteam der Hanseaten mit Ligakonkurrent Chemie Zeitz leichtes Spiel hatte, eliminierte das Oberligateam den Pokalverteidiger FC Carl Zeiss Jena. Der Vorjahresfinalist und neuer DDR-Meister Dynamo Dresden scheiterte aufgrund der Auswärtstorregel am 1. FC Lokomotive Leipzig, auch Hansa II musste hier gegen den BFC Dynamo nach zwei Niederlagen die Segel streichen. Im Halbfinale unterlag der BFC dem 1. FC Lokomotive Leipzig, der zusammen mit dem dreimaligen Pokalgewinner 1. FC Magdeburg in das Finale einzog.