FODMAP

Das Akronym FODMAP ist die englische Abkürzung für fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols (deutsch fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole, vereinfacht etwa „vergärbare Mehrfach-, Zweifach-, Einfachzucker und mehrwertige Alkohole“). Es bezeichnet eine Gruppe von Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen, die in vielen Nahrungsmitteln vorkommen und im Dünndarm nur schlecht resorbiert werden. Dieser Gruppe werden Fructose (Monosaccharid), Lactose (Disaccharid), Fructane, Galactooligosaccharide (Oligosaccharide) und Sorbit sowie Mannit (Polyole) zugerechnet.

In einer 2010 veröffentlichten klinischen Studie wurde erstmals von einer positiven Wirkung einer FODMAP-armen Ernährung auf die Symptomatik funktioneller Darmerkrankungen, z. B. des Reizdarmsyndroms (RDS), berichtet. Sie wird in der S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom zur Symptomlinderung bei Erwachsenen empfohlen.

  1. What are FODMAPs?. Stand 2. September 2018.
  2. Peter R. Gibson, Susan J. Shepherd: Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. In: Journal of Gastroenterology and Hepatology. Band 25, Nr. 2, Februar 2010, S. 252–258, doi:10.1111/j.1440-1746.2009.06149.x, PMID 20136989 (englisch).
  3. S3-Leitlinie Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Reizdarmsyndroms der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. In: AWMF online (Stand 2021)