Fahrradklimatest
Der Fahrradklima-Test ist eine seit 1988 entwickelte und seit 1998 durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit Hilfe von Kooperationspartnern in Abständen von in der Regel zwei Jahren durchgeführte große, nicht repräsentative Umfrage mit dem Ziel, das „Fahrradklima“, also die Fahrradfreundlichkeit von deutschen Städten und Gemeinden zu messen, sie nach diesem Kriterium zu klassifizieren und Veränderungen im Zeitverlauf festzustellen. Beim Fahrradklima-Test 2024 beteiligten sich daran rund 213.000 Menschen.
Die Erfassung und Bewertung erfolgt seit 2018 in sechs Städtegrößenklassen:
- unter 20.000 Einwohner
- zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern
- zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern
- zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern
- zwischen 200.000 und 500.000 Einwohnern
- mehr als 500.000 Einwohner.
Die Kommunen sollen mit dem Fahrradklima-Test bei der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans in Deutschland unterstützt werden.
Mit Hilfe eines Fragebogens können Radfahrer ihre Meinung über „Spaß oder Stress“ beim Fahrradfahren und im Straßenverkehr an ihrem Wohnort zum Ausdruck bringen, indem sie verschiedene Aspekte des Radfahrens auf einer Skala mit sechs Positionen bewerten können, etwa zum Sicherheitsgefühl, zu Radverkehrsführung und -förderung oder zur Benachteiligung des Radverkehrs – etwa an Ampeln, Baustellen und Kreuzungen, beim Winterdienst etc. – bis hin zu Abstellmöglichkeiten, zur Mitnahme des Fahrrads im ÖPNV und zur Werbung für das Fahrrad als Verkehrsträger. Die Befragung wird seit 2012 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert und umfasst 27 standardisierte Fragestellungen in fünf Kategorien. Weitere fünf Fragestellungen der Befragung wechseln von Durchgang zu Durchgang. So wurden den Teilnehmern bereits Zusatzfragen zum Radfahren im ländlichen Raum oder etwa zum Miteinander auf der Straße gestellt. Im Jahr 2024 führte der ADFC parallel zum Fahrradklima-Test erstmals eine Kommunalbefragung durch, bei der sich Städte und Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern beteiligen konnten.