Radialislähmung

Eine Radialislähmung (synonym Radialisparese) bezeichnet eine Schädigung des Nervus radialis. Sie tritt vor allem durch eine Beschädigung des Nerven im Radialiskanal des Oberarms auf, wo er direkt dem Oberarmknochen anliegt. Häufige Ursachen sind Frakturen des Oberarmknochens, langes Liegen auf der Seite mit Druck auf den Oberarm (etwa bei einer Narkose oder beim Schlafen auf einer Parkbank („Parkbanklähmung“, siehe auch Neurapraxie)), Krücken (Achselstützen, „amerikanische Krücke“) oder chronische Bleivergiftung.

  1. Michael Schünke et al.: Prometheus, Lernatlas der Anatomie. Stuttgart, Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-139522-1, S. 362.