Familiäre exsudative Vitreoretinopathie

Klassifikation nach ICD-10
H35.0 Retinopathien des Augenhintergrundes und Veränderungen der Netzhautgefäße
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Familiäre exsudative Vitreoretinopathie (FEVR) ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit langsam fortschreitender beidseitiger Membranbildung im Auge bei reifen Neugeborenen ohne Sauerstoffbehandlung. Sie ist eine Form einer angeborenen Vitreoretinopathie mit abnormaler oder unvollständiger Gefäßbildung in der peripheren Netzhaut und kann bis zur Netzhautablösung und Erblindung führen.

Synonym: Criswick-Schepens-Syndrom

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1969 durch die US-amerikanischen Augenärzte V. G. Criswick und C. L. Schepens.

  1. Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. Eintrag zu Retinopathie, exsudative familiäre. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  3. V. G. Criswick, C. L. Schepens: Familial exudative vitreoretinopathy. In: American journal of ophthalmology. Band 68, Nummer 4, Oktober 1969, S. 578–594, doi:10.1016/0002-9394(69)91237-9, PMID 5394449.