Familienaufstellung

Familienaufstellung (auch Familienstellen) bezeichnet ein Verfahren, bei dem Personen stellvertretend für Mitglieder des Familiensystems eines Klienten relational zu ihm (bzw. zu seinem Repräsentanten) angeordnet (gestellt) werden, um aus den in Beziehung gesetzten Wahrnehmungspositionen (der gestellten Repräsentanten) gewisse Muster innerhalb des gegenständlichen Familiensystems erkennen zu können. Das Familienstellen gründet auf der Vermutung, dass innerlich-grundlegende Beziehungen auch innerlich-räumlich abgespeichert wirken – je nach Ausprägung funktional bis dysfunktional. Es handelt sich bei Aufstellungen nicht um Rollenspiele.

  1. Falko von Ameln, Josef Kramer: Organisationen in Bewegung bringen. Handlungsorientierte Methoden für die Personal-, Team- und Organisationsentwicklung. Berlin und Heidelberg 2016, S. 273.