Farbstofftheorie nach Witt

Die Farbstofftheorie von Otto Nikolaus Witt stammt aus dem Jahr 1876. Mit dieser Theorie ließ sich erstmals die Farbigkeit von Stoffen, die auf aromatischen Systemen beruhen, vorhersagen. Ein erster großer Triumph dieser Theorie stellte die gezielte Synthese des Azofarbstoffs Chrysoidin dar, die auf Witts theoretischen Überlegungen basierte.

Diese Theorie ist allerdings nur für die Anwendung auf aromatische oder generell organische, konjugierte Farbstoffe geeignet. Insbesondere für anorganische Farbpigmente müssen andere Theorien wie die Ligandenfeldtheorie zur Vorhersage herangezogen werden.