Fayu (Volk)
Die Fayu, auch Sehudate genannt, sind ein indigenes Volk im Mamberamobecken Westneuguineas, dem indonesischen Teil Neuguineas. Die Fayu leben als traditionelle Gesellschaft im Regierungsbezirk (Kabupaten) Waropen der Provinz Papua zwischen den Flüssen Klihi Ano, Didi und Tariku (in der Kolonialzeit: Rouffaer River).
Sie werden in vier Stämme unterteilt: die Iyarike, die Sefoidi, die Tearü und die Tigre. Das gesamte Volk bestand früher aus mehreren Tausend Menschen. Um das Jahr 1990 war die Bevölkerung durch interne kriegerische Auseinandersetzungen auf etwa 400 Angehörige geschrumpft. Seit diese beendet wurden, erholt sich die Bevölkerung, sodass man 2012 etwa 1400 Fayu-Sprecher zählen konnte.
Die Jäger-und-Sammler-Kultur der Fayu verwendet Steinäxte, Speere und Pfeil und Bogen. Feld- oder Gartenbau wird nicht betrieben. Fayu heiraten normalerweise innerhalb ihrer eigenen Stammesgruppe (endogam); die Leviratsehe (Schwagerheirat), bei welcher der Bruder eines kinderlos Verstorbenen dessen Witwe heiratet, ist nicht unüblich.
Wie bei anderen indigenen Volksgruppen Westpapuas ist der Lebensraum der Fayu durch die Rodung der Regenwälder zu wirtschaftlichen Zwecken bedroht.
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- ↑ Westpapua – Ein vergessener Konflikt. Gesellschaft für bedrohte Völker, 26. April 2005, abgerufen am 20. September 2015.