Fazialislähmung
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| G51.0 | Fazialisparese |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 8B88.0 | Fazialisparese |
| KA44.00 | Geburtsverletzung des N. facialis |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Unter einer Fazialislähmung oder Fazialisparese (Gesichtslähmung) versteht man eine Funktionsstörung des Nervus facialis (VII. Hirnnerv) mit Lähmung (Parese) vor allem der mimischen Gesichtsmuskulatur sowie der anderen von diesem Nerv versorgten Muskeln und Drüsen. Nicht betroffen von der Lähmung ist die Kaumuskulatur, da sie vom Nervus trigeminus versorgt wird. Eine Fazialislähmung tritt meist einseitig auf.
Herkömmlich wird die Gesichtslähmung vom peripheren Typ („periphere Fazialisparese“) von der Gesichtslähmung vom zentralen Typ („zentrale faziale Parese“) unterschieden.
Die Fazialislähmung wurde von Nicolaus Anton Friedreich (1761–1836) erstmals beschrieben.
- ↑ T. Bird: Nicolaus A. Friedreich’s description of peripheral facial nerve paralysis in 1798. In: Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry. Band 42, Nr. 1, 1979, S. 56–58, doi:10.1136/jnnp.42.1.56, PMID 368292, PMC 490158 (freier Volltext).