Feder (Technik)

Eine in der Technik verwendete Feder ist ein Bauteil, das sich unter Belastung stark verformt und bei Entlastung wieder zurückverformt und so Energie speichert. Federn dienen außerdem als Schwinger (Unruhefeder in mechanischen Uhren), als Gegen-Kraft oder Drehmoment-Quellen, als Kraftschlusserzeuger oder als elastische Gelenke (Federgelenke). Wegen ihrer Nachgiebigkeit verhelfen sie bei der Lagerung von Geräten, Maschinen und Bauwerken zu besserer Lastverteilung und zum Vermeiden größerer Stoßkräfte.

Wesentliche Voraussetzung für die Funktion einer Feder ist eine hohe elastische Nachgiebigkeit, die etwa durch schlanke Konstruktion mit dünnen Bändern oder Drähten aus hochfesten Werkstoffen (Federstahl) oder durch weiche Werkstoffe wie Gummi oder glasfaserverstärkter Kunststoff erreicht werden kann. Mit Hilfe konstruktiver Maßnahmen bei der Gestaltung der Feder oder ihrer Einbau-Umgebung wird die bei zu hoher Belastung eintretende bleibende und bis zu Zerstörung führende Verformung vermieden.

Die Federn werden vorwiegend nach ihrer sehr unterschiedlichen Gestalt, nach ihrem Werkstoff (Stahl, Kupfer-Legierungen und auch Kunststoffe) oder nach den bei ihrer Belastung auftretenden inneren Spannungen (vorwiegend Biege- und Torsionsspannung) unterschieden.

Die häufigst verwendete Feder ist die Schraubenfeder aus gewickeltem Draht, die vorwiegend auf Torsion beansprucht wird. Bei ihrer Anwendung als Druckfeder liegen ihre Windungen aneinander, bevor die Belastung zu groß werden würde.

  1. Siegfried Hildebrand: Feinmechanische Bauelemente, Carl Hanser V erlag, 1968, S. 290